Das trockene Auge
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Was versteht man unter einem "trockenen Auge"?

Das "trockene Auge" ist eine der häufigsten Augenkrankheiten. Das Auge wird ungenügend befeuchtet und verursacht Beschwerden. Ursache dafür ist eine zu geringe Tränenmenge und/oder eine veränderte Zusammensetzung des Tränenfilms. Zur Therapie werden meist befeuchtende Augentropfen verwendet.

   

Welche Beschwerden sind typisch bei einem "trockenen Auge"?

  • Augenrötung
  • Brennen und Stechen
  • Fremdkörpergefühl (wie Sand in den Augen)
  • Lichtempfindlichkeit
  • müde Augen
  • verschwommenes Sehen
  • Unverträglichkeit von Kosmetika
  • Augentränen (bei Wind und Kälte)
  • Jucken
 

Was sind die Ursachen eines trockenen Auges?

  • verminderte Tränenproduktion im Alter
  • Hormonumstellungen (Wechseljahre, "Pille")
  • Lidrandentzündungen
  • durchgeführte Augenoperationen (Grauer Star, Grüner Star, Laserkorrektur bei Fehlsichtigkeit)
  • Einnahme bestimmter Medikamente (B-Blocker, "Pille", Psychopharmaka)
  • Umweltbelastungen: Ozon, trockene Raumluft (Klimaanlagen, Heizen im Winter), Staub, Abgase, Bildschirmarbeit (bei Konzentration weniger Blinzeln)
  • Allgemeine Krankheiten (rheumatische Erkrankungen, Hauterkrankungen wie Akne oder Psoriasis ("Schuppenflechte"), Schilddrüsenerkrankungen, Zuckerkrankheit, Schlaganfall, Parkinson`sche Erkrankung etc.)
 

Wie funktioniert die Befeuchtung des Auges und warum ist sie so wichtig?

Die Tränenflüssigkeit wird in verschiedenen Drüsen rund ums Auge produziert. Sie fliesst um und über das Auge und dient zur:

  1. Feuchthaltung und Ernährung der Hornhaut
  2. Reinigung des Auges und damit zu einer guten Sicht
  3. Schutz vor Infektionen

Durch den Lidschlag (alle 5-10 Sekunden) wird die Tränenflüssigkeit über die Augenoberfläche gezogen und fliesst danach über den Tränenkanal in die Nase und weiter in den Mund ab.

Der Tränenfilm besteht aus 3 Schichten:

  1. Schleimhaltige Schicht (gleicht Unebenheiten auf Hornhaut und Bindehaut aus)
  2. Wässrige Schicht (Reinigung, Ernährung und Schutz vor Infektion)
  3. Fetthaltige Schicht (Schutz vor zu schneller Verdunstung der Tränenflüssigkeit)
 

Was sind die Therapiemöglichkeiten des trockenen Auges?

  • ausführliche Untersuchung beim Augenarzt zum Ausschluss einer schweren Augenerkrankung, zur Ursachenfindung und Therapie
  • regelmässige Anwendung von befeuchtenden Augentropfen, Gels, Salben ("künstliche Tränen")
  • regelmässige Reinigung der Lidränder bei chronischer Lidrandentzündung ("Lidrandhygiene")
  • ausreichende Flüssigkeitszufuhr (mindestens 2 Liter pro Tag)
  • regelmässiger Aufenthalt an der frischen Luft, regelmässiges Lüften von Räumen, Luftbefeuchter aufstellen
  • Schutzbrillen tragen (Sonnenbrille, Skibrille, Schwimmbrille)
  • bei Bildschirmarbeit: häufiger Blinzeln, regelmässige Pausen, gute Bildschirmeinstellung, bei Fehlsichtigkeit optimale Brille tragen
  • Verzicht auf Rauchen und Alkohol
  • Gesunde und vitaminreiche Ernährung: evtl. Nahrungsergänzung mit Omega-3-Fettsäuren

    Dies sind lebensnotwendige (essentielle) ungesättigte Fettsäuren. Sie sind in Leinsamenöl, Rapsöl, Meerfischen (Lachs, Sardinen, Hering, Thunfisch etc.) enthalten. Sie haben nachgewiesene gesundheitsschützende Wirkungen wie:
    • Befeuchtung der Haut und Schleimhäute "von innen"
    • Schutz vor Herz-Kreislauferkrankungen
    • Vorbeugung vor Arteriosklerose
    • Risikosenkung einer möglichen Alzheimer-Erkrankung
  • Verschluss des Tränenkanals: Dadurch verbleibt die ungenügend produzierte Tränenflüssigkeit länger am Auge, ohne dass sie zu schnell über den Tränenkanal wegfliesst.

    Dies erfolgt durch:

    • Verödung des Tränenpünktchens durch chirurgisches Verfahren
    • Verschluss des Tränenpünktchens durch Kunststoffstöpsel
   

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Zusammenfassung Trockenes Auge (PDF, 41 KB)